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Technik zum Anfassen: Das Technikmuseum wird 30 Jahre alt
In: Berliner Zeitung, 06.03. 2013

Per Seilbahn zu Kartoffelschälern
Eine Open-Air-Ausstellung zeig, wie sich Berliner das Technikmuseum der Zukunft vorstellen
Maria Neuendorff in: Märkische Oderzeitung, 20. 03. 2013

Mit der Gondel durch die Ausstellung
Comics für die Zukunft des Technikmuseums
In: Tagesspiegel, 20.03. 2013

Nicht alles für alle, aber für jeden etwas. Die Zukunft des Deutschen Technikmuseums Berlin.
Iris kühnberger in: Standbein Spielbein. Museumspädagogik Aktuell No.95 04/2013 S.15-19.

Mit dem Rad auf den Spuren von Käthe Wenzels WasserKarte
Verkehrsverein Hörstel, Kreis Steinfurt, April 2013.

Und dann kam Tschernobyl
Künstlerin spricht mit Menschen über Atomfrage - Antworten in Cartoons verpackt
In: Westfälische Nachrichten, 25. 04. 2013

WasserKarte für eine Abenteuertour durch den Kreis
Video-Link zur Ibbenbürener Volkszeitung April 2013.

Chaotic Pattern Machine
In: Kunst und Energie. Transfer, Beiträge zur Kunstvermittlung No. 9. Einzelbeiträge des NRW Modellprojektes KWW-Stipendien.

Gleisdreieck Berlin 2012. Kunst im Öffentlichen Raum
Marvin Altner in: Katalog zur Ausstellung, Berlin 2012.

Kunst und Knochen
Frank Kaspar: In: Matinée. SWR 2, 18. 11. 2012, 9:03 Uhr.

Die Ästhetik der Blöße
Urike Burgwinkel: DeutschlandRadio, 14. 06. 2012, 14:20.

Kenner, Künstler, Kapitäne. Die "documenta" und die Wandlungen des Kurators
Frank Kaspar, in: Zeitreisen. DeutschlandRadio Kultur, 06. 06. 2012, 19:30 Uhr.

Zeichnen als Forschung
Frank Kaspar in: Forschung und Gesellschaft. DeutschlandRadio Kultur, 17. 11. 2011, 19:30 Uhr.

Before and after photography
Bay Area arts picks, April 21st 2011. In: San Francisco Chronicle

Major Glass Print show in San Francisco at Jenkins Johnson Gallery
23. 04. 2011. In: nonfigurativehoto blog.

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Verkehrsverein Hörstel, Kreis Steinfurt, April 2013

Mit dem Rad auf den Spuren von Käthe Wenzels WasserKarte

Mit dem Rad auf den Spuren von Käthe Wenzels WasserKarte
Susanne Treutlein (l.), beim Kreis Steinfurt verantwortlich für Tourismusförderung und Regionalmarketing, und die Künstlerin Käthe Wenzel sprachen jetzt im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst über die WasserKarte. Das Schild, das die beiden auf dem Gelände des Kunsthauses hoch halten, wird in der nächsten Zeit an den kartierten Orten aufgestellt. Es enthält sogenannte QR-Codes. Damit können sich die Radfahrer und Wanderer per Smartphone in die Internetseite einwählen.

Künstlerin bereitet Eröffnungsradtour und damit Höhepunkt ihres Projektstipendiums vor „Und das Schiff muss ich morgen noch weiß überstreichen!“ seufzt Käthe Wenzel, lacht und deutet auf das Bild an der Wand ihres Ateliers. Noch für einen Tag gehört der Ausstellungsraum ihr. Im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst in Hörstel bekommen die Künstler und Künstlerinnen des Projektstipendiums KunstKommunikation ein Atelier, in dem sie während des Projektjahres arbeiten und ihre Arbeit präsentieren können. Nun ziehen bald die neuen Stipendiaten ein. Trotzdem ist Käthe Wenzels Projekt „WasserKarte“ brandaktuell. Gemeinsam mit Susanne Treutlein, beim Kreis Steinfurt verantwortlich für Tourismusförderung und Regionalmarketing, sitzt die Berliner Künstlerin im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst und plant, wie sie das Kunstprojekt touristisch nutzbar machen können. Die Idee zu der „WasserKarte“ hatte Käthe Wenzel in New York während einer Gastprofessur entwickelt. „Diese Stadt konnte ich nur zeichnend bewältigen“, sagt sie schmunzelnd.

Sie zeichnete verschiedene Orte und Situationen der Metropole und stellte sie auf ihre Internetseite. „Irgendwann hörte ich, dass Menschen nur wegen dieser Zeichnungen regelmäßig meine Internetseite anschauen“, erzählt die Künstlerin. Im Kreis Steinfurt drehte sie das Ganze dann um und suchte den Dialog mit den Menschen in der Region, um von ihnen zu hören, welche Orte sie auf einer Landkarte sehen möchten und fertigte dann zu den verschiedenen Gräften, Schleusen, Häfen und Unterwassergärten Zeichnungen an. In einem zweiten Schritt wurde das Ganze ins Internet übertragen: Auf der Webseite www.cartoonorama.de lassen sich per Mausklick die Cartoon-Ansichten des angeklickten Ortes und Ausschnitte aus den Interviews öffnen.

In den nächsten Monaten folgt jetzt der dritte und letzte Schritt: „Es geht in die Landschaft“, freut sich Käthe Wenzel. Dafür bringt sie nun an den kartierten Orten Schilder an, die es ermöglichen, sich per Smartphone in die Internetseite einzuwählen. Das funktioniert mittels QR-Codes. Für Wandern und Radfahren ohne technische Hilfsmittel gibt es eine gedruckte Wanderkarte.

Die Künstlerin lässt es sich nicht nehmen, bei der Eröffnungsradtour am Sonntag, 28. April – eingerahmt in das traditionelle „Sattelfest“ und somit an dem Tag, an dem traditionell die Radsaison im Münsterland eröffnet wird – die Führung zu übernehmen. Die Planung übernimmt sie gemeinsam mit Gerd Andersen, Leiterin und Kuratorin des DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst. Einiges steht schon jetzt fest: Die Tour startet und endet in Gravenhorst und wird circa zwei Stunden dauern. Treffpunkt ist um 13 Uhr im Foyer des Kunsthauses. Käthe Wenzel freut sich schon jetzt auf diesen Termin. „Das ganze Projekt macht viel Spaß. Die Menschen hier sind sehr zugänglich und unproblematisch und es ist schön, dass das Kunsthaus so gut eingebunden ist. Hier sind die touristischen und kulturellen Wege, insgesamt das ganze Miteinander schon sehr gut entwickelt“, sagt sie.

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Ibbenbürener Volkszeitung, 26. 04. 2013

Wasserkarte für eine Abenteuertour durch den Kreis

Video-Link

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In: Kunst und Energie. Transfer, Beiträge zur Kunstvermittlung No. 9.
Einzelbeiträge des NRW Modellprojektes KWW-Stipendien.

Chaotic Patern Machine

1. Abstract
Die Chaotic Pattern Machine ist eine per Wasserkraft betriebene Maschine, auf der chaotische Ströme als sich wandelnde Muster sichtbar werden. Aufgebaut aus einem System von transparenten Röhren und wassergetriebenen farbigen Schaltern, stellt sie eine Verbindung her zwischen fluktuierenden Signalen und der internen Musterbildung eines vernetzten Entscheidungsprozesses her. Die Chaotic Pattern Machine dient sowohl zur praktischen Auseinandersetzung mit der Überlagerung von Regelmäßigkeit und Chaotizität im Labor als auch zur Visualisierung von Forschungsthemen, bei denen es um vernetzte Produktionssysteme ("Produktionslabyrinthe") und kollektives Verhalten geht. Sie entsteht in ständigem Austausch zwischen der Künstlerin Dr. Käthe Wenzel aus Berlin, dem Computational Systems Biology Professor Dr. Marc Hütt und der Logistik Professorin Dr. Katja Windt von der Jacobs-University Bremen.

2. Konstruktion
Die Chaotic Pattern Machine wird sich über eine 2,5 x 5m große Wand im Fluctuations Research Lab an der Jacobs University in Bremen erstrecken. Zusammengesetzt aus Acrylröhren und Wasserrädern in verschiedenen Größen, funktioniert sie als angewandtes mathematisches experiment. Durch die transparenten Röhren ist auch das fließende Wasser zu sehen. Die Installation setzt sich aus zwei Systemen zusammen - dem oberen, einem Lorenz-Wasserrad, und einem daran angeschlossenen Röhrensystem mit mechanischen Elementen, das auf das obere System reagiert. Das Lorenz-Wasserrad wird durch einen gleichmäßigen Wasserstrom angetrieben, der sich durch die Bewegungen des Rades in einen chaotischen Ausfluss verwandelt, der an wechselnden Stellen in das Röhren-Labyrinth fließt.

Das Netz der Röhren ist bestückt mit binären, wassergetriebenen Schaltern; je nach Zufluss weisen sie eine blaue oder orange Farbfläche vor. Aus der Ferne setzen sich diese Flächen zu bewegten, sich ständig ändernden Mustern zusammen, die wie ein mechanisches Display die Bewegungen des Wassers sichtbar machen. Angetrieben wird die Mechanik durch die unberechenbaren Wasserflüsse, die sich aus dem Lorenz-Wasserrad in die Röhren ergießen. Mit Hilfe einer Umwälzpumpe wird das Wasser aus einem Auffangbecken nach oben befördert, wo es sich erneut in das Lorenz-Wasserrad ergießt. Bis auf den Zufluss ins Auffangbecken und auf das Lorenz-Wasserrad, befindet sich das Wasser ständig innerhalb eines abgedichteten, geschlossenen Systems. Die Umwälzpumpe sorgt dafür, dass eine begrenzte Wassermenge in ständiger Bewegung gehalten wird (Wasserkosten). Das Material (Acryl XT) ist licht-, wasser- und alterungsbeständig. Kalkbildung wird durch die Verwendung von destilliertem Wasser vermieden, Algenbildung durch sparsame Zusätze von ökologisch unbedenklichen Produkten aus der Aquariumspflege. Bei Bedarf können einzelne Elemente des Systems (Rohrabschnitte oder Relais) leicht ersetzt werden, ohne die restliche Installation in Mitleidenschaft zu ziehen.

3. Kontext
Die Chaotic Pattern Machine stellt eine Verbindung her zwischen fluktuierenden Signalen und der internen Musterbildung eines komplexen vernetzten Entscheidungsprozesses her - und damit zu den logistischen und mathematischen Forschungsanliegen des Fluctuations Research Lab. Eine der großen Herausforderungen der Logistik ist die Optimierung von Produktions- und Distributionsprozessen unter fluktuierendem Angebot und fluktuierender Nachfrage. Ein komplexes externes Signal (die äußeren Fluktuationen) trifft dabei auf ein Netzwerk von Fertigungs- und Verteilungsabläufe.

Das Lorenz-Wasserrad geht zurück auf das mathematische System, in dem deterministisches Chaos entdeckt wurde (S.H. Strogatz: Nonlinear Dynamics and Chaos: With Applications to Physics, Biology, Chemistry and Engineering, 2001). Das Wasserrad wurde um 1970 von Willem Malkus und Lou Howard am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entworfen und wird heute noch an vielen Universitäten verwendet, um abstrakte chaotischer Systeme zu illustrieren. Seit den bahnbrechenden Arbeiten von Watts und Strogatz und Albert und Barabasi (D.J. Watts, S.H. Strogatz: Collective dynamics of 'small-world' networks. Nature 393, 440-442, 1998; A-L. Barabasi, R. Albert: Emergence of scaling in random networks. Science 286:509 512, 1999) ist die Analyse natürlicher und technischer Systeme als Netzwerke zu einem der wichtigsten Paradigmen der Forschung an komplexen Systemen geworden (siehe M.-Th. Hütt: Was ist Selbstorganisation und was nützt sie zum Naturverständnis? In: Vec M, Freund A.M. und Hütt, M.-Th. (Hg.): Selbst- Organisation. Ein Denksystem für Natur und Gesellschaft. 2006, Kapitel 5).

Durch seine Fähigkeit, ein abstraktes mathematisches System mechanisch abzubilden, ist das Lorenz-Wasserrad ein ideales Untersuchungsobjekt an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, und zentraler Mechnaismus der Chaotic Pattern Machine. Künstlerisch verwandt mit den hydraulisch-kinetischen Objekten Tinguelys, unterscheidet sie sich von diesen in ihrem praktischen und visuellen Doppelbezug auf naturwissenschaftliche Themen. Anders als z.B. Tinguelys mit Wasserkraft betriebenen Schau-Skulpturen oder Olafur Eliassons Erlebnisräume, die in der Tradition frühneuzeitlicher "Wasserkünste" und der künstlerisch-mathematischen Joint Ventures des 17. Jh. stehen, knüpft die Chaotic Pattern Machine eher an die physikalischen Prinzipien verpflichteten, konzeptuellen Arbeiten Hans Haackes an. Zwei grundlegende Prinzipien aus Käthe Wenzels künstlerischer Auseinandersetzung - die Aneignung kunstfremder Systeme zu künstlerischen Zwecken, und die Forderung nach Kunst, die den Betrachtern eine aktive Rolle zutraut - hat sie in einer neuen Dimensionen weiter entwickelt.

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Marvin Altner in:

Gleisdreieck Berlin 2012. Kunst im Öffentlichen Raum.
Katalog zur Ausstellung, Berlin 2012

Brot gewordene Architektur ist Käthe Wenzels künstlerische Spezialität. Nach dem Sommergästeschloss Friedrichs des Großen in Potsdam-Sanssouci (2008) ,und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (2009) in Hefeteig folgt für ..Gleisdreieck Berlin 2012" das Park-Brot. Erstmals erweitert Wenzel die Serie ihrer temporären Brot-Skulpturen um die landschaftliche Dimension des Stadtraums.
Für sie gilt, was auch auf ihre Architektur-Laibe im Gegensatz zu konventionellen Modellgebäuden aus Sperrholz und Styropor zutrifft: the medium is the message. Wenzels Brotmodelle visualisieren eine Auffassung von Stadt, in der das Bauwerk als Laib in seiner Formbarkeit erscheint. Betrachtung, Einverleibung und Reflexion laufen parallel und niemand isst die Architektur allein, wenn die Künstlerin sie angeschnitten hat.

Auch Käthe Wenzels Interactive Cartoon Mapping im Park am Gleisdreieck hat Vorläufer: Innerhalb der Werkgruppe Cartoonorama entstanden bislang das Brooklyn Diary - Mapping New York, die Campustour 2010 Uni Flensburg sowie GrensMap. Wo ist ihre Grenze? mit Gesprächen, Erkundungen und Zeichnungen auf Fahrten entlang der deutsch-niederländischen Grenze. Standen bei den zurückliegenden Mapping-Projekten die Menschen nicht nur als Befragte, sondern auch als Personen mit ihrem individuellen Habitus, ihrer Kleidung und ihren Verhaltensweisen im Mittelpunkt, so konzentriert sich Wenzel im Rahmen ihrer ersten Berliner Cartoonorama-Aktion vor allem auf den Ort. Die Stadtansicht als Darstellungsgegenstand und Inspirationsquelle wird durch fiktive Szenarien, die BesucherInnen des Parks im Gespräch mit der Künstlerin entwickeln, in einen Möglichkeitsraum transformiert, der als solcher nur im Medium Zeichnung existiert.

Verfügbar werden die Zeichnungen Wenzels auf der Internetseite cartoonorama. de, auf der per Cursorbewegung farbige Pop-ups der City-Cartoons abrufbar sind, deren visionärer Charakter nur noch die Grenzen des Darstellbaren kennt.

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Iris Kühnberger in: Standbein-Spielbein. Museumspädagogik Aktuell No.95 04/2013 S.15-19.

Nicht alles für alle, aber für jeden etwas
Die Zukunft des Deutschen Technikmuseums Berlin

Das Technikmuseum wird längst nicht. mehr als reine Bildungsanstalt genutzt, sondern es konkurriert mit anderen Einrichtungen um die qualitative Frei-Zeit der Menschen. , Um in diesem Wettbewerb mithalten zu können, ist es notwendig, umzudenken, sowohl was die Inhalte und ihre Vermittlungsformen als auch" den Besucherservice angeht. Die Zielgruppen rücken dabei immer mehr in den Fokus der Bildungsarbeit und sollten einbezogen werden, sonst gehen die Besucherzahlen den Bach runter und der potenzielle Gast vielleicht lieber baden.

Ein Pool auf dem Dach

"Eine 50-Meter-Bahn zum Schwimmen oben drauf", "einmal K.I.T.T., das sprechende Auto aus der Kultserie Knight Rider selber steuern " und "ganz viele Süßigkeiten umsonst"; so erträumen sich Besucherlinnen ihr "Technikmuseum von morgen".
Im Auftrag des Deutschen Technikmuseum befragte
die Künstlerin Dr. Käthe Wenzel im Sommer 2012 Spaziergängerinnen und Spaziergänger aller Altersstufen, wie sie sich ihr Technikmuseum der Zukunft vorstellen. Die Interviews führte sie in der Ladestraße des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofs. Das Areal gehört heute zum Gelände der Stiftung Deutsches Technikmuseum. Genau an diesem Ort, soll das Technoversum entstehen, das zukünftige Hauptgebäude des Deutschen Technikmuseums.

"Wie sieht es aus? "Was kann man da machen? Was soll da ausgestellt werden?" wurden die Passanten gefragt. Die Antworten hielt die Künstlerin auf Tonband fest. Gleichzeitig fertigte sie noch an Ort und Stelle Skizzen zu den geäußerten Vorstellungen. Drawing on demand nennt sie diese Methode. Die Künstlerin zeichnete so lange, bis die Gefragten ihre Wünsche richtig umgesetzt fanden. Im Atelier entstanden anschließend großformatige, cartoonartige Zeichnungen der Visionen. Diese zeigt das Deutsche Technikmuseum aktuell unter freiem Himmel auf dem zukünftigen Museumsquartier.

Mein Technikmuseum statt ein Technikmuseum

Mit diesem gemeinsamen Projekt von Käthe Wenzel und der Stiftung Deutsches Technikmuseum verfolgt das Museum seinen partizipatorischen Ansatz weiter. Ziel ist es, Besucherinnen und Besucher in die Museumsarbeit einzubinden, das Museum zu ihrem Museum zu machen, auch wenn hier keine wissenschaftliche, sondern eine künstlerische Form der Auseinandersetzung gewählt wurde. Diese Form der Publikums-Teilhabe, lange bevor eine Ausstellung eröffnet wird, ist eine Methode, die in angelsächsischen Ländern längst Usus ist. Mit unterschiedlichen Interessengruppen und Betroffenen, den Stakeholders, arbeitete beispielsweise das ehemalige Museum of Transport in Glasgow, Schottland, zwei Jahre lang an seinen neuen Ausstellungen, um nach der Wiedereröffnung 2011in einem neuen Gebäude am neuen Standort - im Hafen von Glasgow - für alte und neue Zielgruppen ansprechend zu sein. Das Museum entschied sich mit dem spektakulären Neubau von Zaha Hadid nicht nur äußerlich für ein neues Selbstbild. Konsequenterweise, und nicht weniger spektakulär, gab sich die Institution im Sinne der Inklusion sogar einen neuen Namen: Riverside Museum. Davon fühlen sich sowohl Frauen, Laien als auch museumsferne Schichten deutlich mehr angezogen als von der ursprünglichen Bezeichnung.

Was erwarten Sie von ihrem Technikmuseum?

Was macht eigentlich ein modernes Technikmuseum aus? Was lässt es zum persönlichen Favoriten eines Besuchers werden? Um diese Fragen beantworten zu können, ist freilich mehr Engagement gefordert, als nur ein punktuelles Kunstprojekt zu initiieren. In intensiven Studien hat das Deutsche Technikmuseum in den letzten sechs Jahren seine Besucherinnen und Besucher gründlich erforscht. In vielfältigen Befragungen haben wir ihr Verhalten, ihre Erwartungen und Wünsche ermittelt, auch und vor allem mit Blick auf das Museum der Zukunft. Die folgenden Angaben beziehen sich auf rund 5000 Interviews mit IndividualbesucherInnen, die im Zeitraum von September 2006 bis Oktober 2010 durch die Firma Visitor Choice, Berlin, erhoben worden sind. Das ernüchternde Ergebnis ist: Jeder braucht etwas anderes. So lapidar das klingen mag, es steckt viel Wahrheit und Arbeitsauftrag in dieser Banalität.

Zusammen was erleben

Wer was erwartet, hängt stark davon ab, mit wem und warum jemand das Museum besucht. Diese Erwartungen fallen anders aus, als mancher Kurator das glauben möchte: "Kennt man" ist eine der häufigsten Antworten auf die Frage nach dem Grund des Besuchs. Anders als beispielsweise in großen Kunstmuseen, wo unter Umständen ein bestimmtes Werk oder ein bestimmter Künstler als Publikumsmagnet funktioniert, haben die meisten BesucherInnen des Technikmuseums kein konkretes Objekt im Sinn, wenn sie die Ausstellungen aufsuchen. Was aber wollen sie dann hier?

Wir nähern uns der Antwort durch eine weitere Frage: Mit wem kommen diese Menschen ins Museum? "Ohne Begleitung" schauen sich nur 17,6% unsere A usstellungen an. "Mit Kindern", "mit Lebensgefährten" oder "mit Familienangehörigen" sind die häufigsten Angaben. Frauen kommen dabei übrigens weniger aus eigener Motivation - sie kommen "mit". Wie wir aus unserer Studie zu NichtbesucherInnen wissen, herrscht weitverbreitet noch immer das Vorurteil, ein Technikmuseum sei nichts für Frauen, ein Phänomen, das allein schon ein eigenes Themenheft wert wäre. Auf ihrem Ausflug ins Technikmuseum wollen die familiären Kleingruppen vor allem eines: "etwas zusammen machen", Zeit miteinander verbringen, sich austauschen, gemeinsam auf Entdeckungstour gehen.

Einfache Sprache und verstehbare Modelle

Das gemeinsame Betrachten eines Objektes, das Besprechen seiner Bedeutung und wie es betrieben wird sind Aspekte, die Familien interessieren. "Papa, wie funktioniert das?" ist eine typische Frage, mit der sich so mancher Erwachsene überfordert fühlt, wenn er mit seinen aufgeweckten Kindern beispielsweise vor einer Dampfmaschine steht. Eltern wünschen sich in solchen Situationen einfache Texte. Funktionsmodelle zum selber aus probieren oder einleuchtende Zeichnungen, denn zuerst müssen Erwachsene die Dinge verstehen, bevor sie das Wissen an ihre Kinder weitergeben können. Gelingt das nicht, wird der Besuch als unbefriedigend empfunden. Bei der Entwicklung des Familienführers "Technik für Kinder", einem Katalog, der Orientierung für den Ausstellungsbesuch gibt, hat sich die Autorin deshalb erstmals von einem Familienbeirat Unterstützung geholt. Von der Auswahl der darin vorgestellten Objekte über die konkreten Fragestellungen bis hin zur Bestimmung des Illustrators: Die Zielgruppe hat mit entschieden.

Kulturgeschichte der Technik

Doch Didaktik allein garantiert noch keinen positiven Museumsbesuch. Die Erfolgsgeschichte beginnt bereits bei der Themenauswahl. Eine der zentralen Erkenntnisse unserer Forschungsarbeit ist sicher die, dass die Präsentation rein technischer Daten für unser Publikum nicht (mehr) ausreicht. Während sich Fachleute meist männlichen Geschlechts genau diese Details wünschen und durchaus wiederfinden sollten, erwartet das Gros der Gäste die Darstellung technischer Objekte im sozialen, historischen und ökologischen Kontext. Fragen nach den Auswirkungen technischer Entwicklungen auf den Alltag des Menschen, seine Zukunft und die möglichen globalen Folgen stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses - und das bei Frauen und Männern glei-chermaßen. Es empfiehlt sich also, diese Interessenlage auch für das Technikmuseum der Zukunft zu berücksichtigen, denn die Kulturgeschichte der Technik spricht beide Geschlechter an.

Was hat das mit mir zu tun?

Diese Fragen stellt sich auch die Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler. Sie machen circa 27% des Gesamtbesucheraufkommens im Deutschen Technikmuseum aus. " Nicht gerade freiwillig'" wie der 15-jährige Sascha es umschrieb, kommen sie meist im Klassenverband. Dementsprechend unmotiviert fallen bisweilen ihre Erwartungen aus: "Es wird langweilig" ist noch eine der harmloser formulierten Aussichten. Dabei sind die Jugendlichen gar nicht - wie oft behauptet wird - grundsätzlich apathisch. Sie wissen sehr genau, was sie wollen: Museen sind dann interessant, wenn "wir selbst was machen können" oder "wenn die Sachen irgendwas mit unserem Leben zu tun hätten. Irgendwie ein praktischer Bezug würde auch Sinn machen". Spannend wäre außerdem "mal hinter die Kulissen zu schauen, wie überhaupt Ausstellungen entstehen".

Lernen im Leben verankern

Alle diese Aspekte haben wir in einem Pilotprojekt umgesetzt, das Jugendliche probeweise in die Museumsarbeit involvierte. Im Rahmen der Sonderausstellung WINDSTÄRKEN wagte sich die Autorin an eine außergewöhnliche Kooperation. Sie ließ SchülerInnen Objektbeschriftungen formulieren, nicht als reine Fleißaufgabe oder häuslicher Besinnungsaufsatz, sondern mit einem konkreten Nutzen verbunden: Die Texte sollten tatsächlich in der Ausstellung erscheinen. Als Adressat wurden jüngere Kinder und deren Familien definiert, die ein Großteil des Stammpublikums ausmachen und sich, wie bereits erwähnt, kurze, verständliche Texte wünschen. Eine verantwortungsvolle Aufgabe also mit praktischem Bezug. Herausgekommen sind Texte vielfältiger Qualität, die es nun in der Sonderausstellung WINDSTÄRKEN zu entdecken gibt. Manche sind sehr persönlich gehalten, andere wirken bemüht wissenschaftlich. Von Unmut, Desinteresse oder Lustlosigkeit ist nichts zu lesen, auch nicht zwischen den Zeilen. Dass alle Jugendlichen konzentriert bei der Sache waren, lag nach deren Einschätzung daran, "dass die Aufgabe Sinn gemacht hat".

Auch für die neue Ausstellung "Das Netz", die im nächsten Ausbauschritt 2015 in der Ladestraße eröffnen wird, soll vorab mit Zielgruppen an den Vermittlungsformaten gearbeitet werden. Dazu ist geplant, Zielgruppenbeiräte einzurichten, die während der Planungsphase in regelmäßigen Abständen zum kritischen Diskurs eingeladen werden. Denn für eine gelungene Ausstellung sind die Bedürfnisse ihrer Betrachter genauso zu berücksichtigen, wie die klimatischen Anforderungen eines Objekts.

Wohlfühlen als Qualitätsmerkmal

Zielgruppenorientierte Ausstellungen und abgestimmte Vermittlungsangebote allein reichen jedoch nicht aus. Der Besucher muss sich wohl fühlen und erleben, dass seine intellektuellen, emotionalen und körperlichen Bedürfnissen unterstützt und respektiert werden. Über einen gelungenen Museumsbesuch entscheidet deshalb zu einem wesentlichen Teil auch der Besucherservice mit. Aus diesem Grund sind im Deutschen Technikmuseum die Bereiche Bildung und Besucherservicein einer Abteilung vereint. Der Besucherservice gestaltet dabei den Rahmen, der Lernen und Erholung ermöglicht.

Diesen Anspruch transportiert im persönlichen, dienstleistungsorientierten Kontakt der Servicemitarbeiter vor Ort. Er kümmert sich aber auch um niedrigschwellige Angebote wie etwa Sonderregelungen für Gruppen mit besonderen Anforderungen. Seine Mission ist die besucherfreundliche, zielgruppenorientierte und barrierefreie Gestaltung von Ausstellungen ebenso wie der Aufenthalts-, Vermittlungs- und Servicebereiche. diesem Sinne sind beide Bereiche, Bildung und Besucherservice, auch in den Planungsgremien für die zukünftigen Ausstellungen des Technoversums vertreten. Denn Ausstellungen, Räume und Programme müssen sich an den Erwartungen und den Bedürfnissen der Zielgruppe orientieren, um erfolgreich zu sein. Dabei gehen wir offensiv mit der Tatsache um, dass nicht alle Themen für jeden Gast gleich geeignet sind. Unsere kleine Zauberformel lautet deshalb: Nicht alles für alle, aber für jeden etwas.

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Westfälische Nachrichten, 25. 04. 2013

Dann kam Tschernobyl
Künstlerin spricht mit Menschen über Atomfrage - Antworten in Cartoons verpackt

Schöppingen - Wie fühlt es sich an, neben einem Atomzwischenlager zu wohnen?
Was halten die Nachbarn von angereisten Demonstranten, die Bahngleise blockieren?
Wie dringend brauchen wir Atomstrom?

Die Künstlerin Käthe Wenzel fragt nach: Mit einem Stipendium des Künstlerdorfs Schöppingen bereiste sie im Rahmen des Gesamtprojekts „Kritische Masse“ das Münsterland und sprach mit Bürgern in Gronau und Ahaus, mit Aktivisten und Parlamentariern, führte Interviews mit Vertretern von Atombetrieben und in der Fußgängerzone. Die Antworten übersetzt sie in cartoonartige Zeichnungen, die in eine interaktive Landkarte im Netz eingebunden sind.

„In unserer Familie waren wir immer vom technischen Fortschritt überzeugt. Dann kam Tschernobyl. Das war so wie: ‚Shit, den Weihnachtmann gibt es gar nicht‘“, erzählte zum Beispiel Melanie Werner aus Retzen der Künstlerin. Ihr Zitat ist illustriert mit einer Zeichnung vom Weihnachtsmann. Beides ist auf der Inter-netseite von Käthe Wenzel zu sehen. Ausgehend von einer herkömmlichen Landkarte entsteht hier mit täglich neuen Zeichnungen eine interaktive Karte für das Internet, die einen Überblick über Atomstandorte, Proteste, Bürgermeinungen und Statements von Fachleuten im Münsterland gibt. Jedes Gespräch wird auf der Karte markiert, und wenn man mit der Computermaus darüber fährt, öffnen sich Zitate und Zeichnungen.

Ergebnis ist ein vielstimmiges Porträt der Region zu einem der Schmerzthemen der Bundespolitik.

Das Gesamtprojekt „Kritische Masse“ ist eine Aktion zu Kunst und Energie im Münsterland. Mit künstlerischen Strategien und Mitteln wird eine kritische Befragung zum Thema Energie im Münsterland durchgeführt und mit ästhetischen Mitteln die zentrale Stellung der Energiefrage für die Zukunft bewusst gemacht. Das Projekt ist dezentral (verschiedene Orte, verschiedene autonom handelnde Akteure und Veranstalter) und weitgehend ergebnisoffen angelegt. Die gemeinsame Klammer bildet das Thema. Die konkreten Verfahren und Vorgehensweisen sind künstlerische Aktionen und Strategien im öffentlichen Raum und Internet, Ausstellungen, partizipatorische Versuchsanordnungen und Experimente. „Kritische Masse“ wird gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

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Maria Neuendorff in: Märkische Oderzeitung, 20. 03. 2013

Per Seilbahn zu Kartoffelschälern
Eine Open-Air-Ausstellung zeig, wie sich Berliner das Technikmuseum der Zukunft vorstellen

Berlin (MaZ) Das Deutsche Tecbnikmuseum wird 30 Jahre alt. Zum Jubiläum schaut die Kreuzberger Institution nach vorne und hat Passanten befragt, wie sie sich das Museum der Zukunft vorstellen. Die Antworten sind jetzt in einer kostenlosen Open-Air-Ausstellung zu sehen.

Das Tecbnikmuseum der Zukunft Iiegt in St. Moritz und Venedig zugleich. Die Besucher fahren per Seilbahn zwischen Haupthaus, Science Center Spektrum und Tecbnoversum hinund her. Die Fläche darunter ist geflutet. Ausstellungsstücke wie Raumfahrtkapseln vom Typ Sojus und Apollo ragen auf Sockeln aus den künstlichen Kanälen. Besucher umschiffen sie auf kleinen Gondeln. Ja, Wasser habe bei den Wünschen der Passanten eine herausrageode Rolle gespielt, erinnert sich Käthe Wenzel. Aber das habe wohl vor allem am Wetter gelegen. Denn als die Künstlerin im vergangenen August mit Zeichenblock und Tonbandgerät bewaffnet auf die Pirsch ging, seien es gefühlte 36 Grad im Schatten gewesen. "Die Leute waren unglaublich gut drauf und vor allem zu schlapp zum Weglaufen."

Und weil man die Zukunft nicht fotografieren kann, machte sich Käthe Wenzel schon während
der Gespräche erste Skizzen. Daraus entstanden sind 19 großformatige Cartoons, die nun am Zaun der sogenannten Ladestraße hängen. Auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Güterbahnofs entsteht bis 2015 für rund zehn MiIlionen Euro ein neues, 3000 Quadratmeter großes Museumsareal. In den ehemaligen Lagerhallen sollen dann auch die neue Ausstellung "Das Netz" sowie ein Restaurant eröffnen. "Das Thema Seilbahn greift damit ein Problem auf, das wir wirklich haben," sagt der Projektleiter der Ladestraße, Joseph Hoppe.Um das zusätzliche Gelände mit dem denkmalgeschützten Hauptgebäude an der Trebbiner Straße zu verbinden, arbeiten derzeit Architekten an Konzepten. Regelmäßig führt das TechnikImuseum Besucherumfragen durch, um auch das Publikum an den Entwicklungen auf dem Gelände zu beteiligen.

Bei der Befragung für die "Bilder von morgen" wünschten sich Teenager eine James-Bond-Ausstellung sowie eine Rakete zum Reinklettern. Kinder wollten dagegen mehr selbst bauen. Ein äI teres Ehepaar bemängelte, dass die Technik aus dem Osten zu wenig Berücksichtigung findet: "Wir waren auch nicht hinter dem Mond", steht neben dem Cartoon, der zwei Hubschrauber aus Ost und West zeigt und ihren Wunsch visualisieren soll.

"Das Spektrum der Vorstellungen reichte vom Mars Panorama mit Greifern bis zur Ausstellung über Kartoffelschä1er," erinnert sich die Zeichnerin, die an der Berliner Humboldt-Uni promo viert hat, So habe eine Hausfrau zum Beispiel geklagt, dass sie 25 Jahre mit schlechtem Gewissen Kartoffeln geschält habe. Weder das in Holz geschäftete Messer noch das elektrische Modell hätten je passable Ergebnisse gebracht. "Bis sie endlich auf den einfachen Sparschäler kam", berichtet Wenzel, die diesen auf ihrem Cartoon z:ur Kartoffelschäler-Ausstellung als "Sieger der Evolution" betitelte.

Besonders gefallen habe Wenzel an dem Projekt, dass auch die eher abwegigen Vorschläge beim Museumspersonal Gehör fanden. "Ja, dann machen wir eben mal einen Vortrag zum Thema Messertechnik", habe es geheißen. Ihre Interviews führte die Künstlerin an der ehemaligen Ladestraße, in der neben den Zukunftsvisionen auch historische Bilder zum Areal ausgestellt sind. Die Passage an der Möckernstraße ist inzwischen zu einer Einflugschneise für die Besucher des Parks am Gleisdreieck geworden.
Projektleiter Hoppe trifft sich regelmäßig mit den Ver
antwortlichen von Grün Berlin, um die Entwicklung der 26 Hektar großen Oase auf den ehemaligen Bahnbrachen zu besprechen. Sein eigenes Jubiläum will das Museum am 25. August mit nem Sommerfest begehen. Dann, wenn die Lust auf Wasser wieder besonders groß sein wird. Doch dem Wunsch zweier Passantinnen von einem Swimmingpool auf dem Dach des neuen Anbaus muss Hoppe wahrscheinlich eine Absgae erteilen. "Dort soll nämlich shcon eine Photovoltaik-Anlage entstehen."

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Valerie Schönian in: Der Tagesspiegel, 20.03. 2013

Mit der Gondel durch die Ausstellung

Man versetze sich zumindest gedanklich in eine Zeit vor dem Winter. Wie wäre es an einem heiß-trägen Augusttag, ein Museum in der Stadt zu haben, dessen Straßen komplett geflutet sind: Die Besucher schippem auf Gondeln von Ausstellung zu Ausstellung, das Wasser immer unter den Füßen. Wenn es nach zwei Berlinerinnen Anfang 40 ginge, sollte so das Museum der Zukunft aussehen.

Die Künstlerin Käthe Wenzel hat die beiden Frauen im vergagenen August nach ihren Versionen für die kulturellen Stätten gefragt - und mehr als fünfzig weitere Stadtbewohner. Die Antworten hat sie in Form von Cartoons festgehalten. 24 davon sind seit Dienstag und bis zum Ende des Iabres in der Ausstellung "Bilder von morgen" auf dem Freigelände des Deutschen Technikmuseums (DTM) zu sehen: Dabei sind ein rollstuhlgerechtes James- Bond-Flugzeug, ein Flugsimulator und ein SwiImmingpool auf dem Dach.

Es habe aber auch bescheidenere Wünscbe gegeben, sagt die Künstlerin, wie beispielsweise Toiletten oder Sitzplätze in ständiger Reichweite. Anlass für das Projekt ist der geplante Anbau "Technoversum" des DTM. Die Bilder sollen einen besonderen Blick darauf schaffen, sagt Iris Kühnberger, Bildungsleiterin des Museums. Ob dort irgendwann mal Gondeln fahren sei abzuwarten, aber: "Die Toiletten kommen auf jeden Fall."

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Berliner Zeitung, 06.03. 2013

Technik zum Anfassen: Technikmuseum wird 30 Jahre alt

Ein Flugzeug auf dem eigenen Dach haben eigentlich nur Präsidenten oder Multimillionäre - und das Deutsche Technikmuseum. Seit 30 Jahren zeigt es nicht nur Ausstellungen rund um die Themen Verkehr und Mobilität, sondern auch zu Film -und Gomputertechnik. sowie zu Chemie und Pharmazie. Um seinem Ruf als eines des weltweit führenden Museen seiner Art gerecht zu werden, hat man sich auch für das Jubiläumsjahr einiges einfallen lassen. Zur Zeit findet die erste große Ausstellung "Orenstein & Loewe - 20 deutsch-jüdische Ingenieure, Erfinder und Fotografen. 1933-1945" im Rahmen des Berliner Themenjahres "Zerstörte Vielfalt" statt. Als "Objekt des Monats" werden im Jubiläumsjahr wechselnd Exonate von 1983 zu sehen sein. lm März sind es zwei Baukästen und eine Grubenlampe, die der damalige Direktor bei einem Flohmarktbesuch e:rworben hatte.

"Bilder von morgen" gibt es ab dem 19.MäIz in einer Open-Air-Präsentation: Künstlerin Käthe Wenzel hat Besucher gefragt, wie sie sich das Museum der Zukunft vorstellen, und die Antworten in comicartigen Zeichnungen interpretiert. Im Sommer geht es dann richtig los: Am 9. August soll das Science Center Spectrum interaktiver als zuvor wiedereröffnen, mit vielen neuen Möglichkeiten zum Experimentieren und Forschen. Am 25. August steigt dann das Sommerfest für die ganze Familie - bei freiem Eintritt.

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Frank Kaspar in: Matinée. SWR 2, 18. 11. 2012, 9:03 Uhr.

Kunst und Knochen

Interview-Link

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Ulrike Burgwinkel: DeutschlandRadio, 14. 06. 2012, 14:20.

Die Ästhetik der Blöße


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Frank Kaspar, in: Zeitreisen. DeutschlandRadio Kultur, 06. 06. 2012, 19:30 Uhr.

Kenner, Künstler, Kapitäne.
Die "documenta" und die Wandlungen des Kurators.

PDF Kenner, Kuenstler, Kapitaene

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Frank Kaspar in: Forschung und Gesellschaft. DeutschlandRadio Kultur, 17. 11. 2011, 19:30 Uhr.

Zeichnen als Forschung

Interview-Link

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San Francisco Chronicle, 21. 04. 2010

Before and after photography. Bay Area arts picks.

PDF San Francisco Chronicle

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23. 04. 2011. In: nonfigurativehoto blog.

Major Glass Print show in San Francisco at Jenkins Johnson Gallery

PDF Major Glass Print Show

zum Interview hier klicken

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