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Presse 2006 2008-9 200720052004 20032002

Berliner Kunstsalon / Opening Reception

Christian Asbach in: vernissage.tv, 06. 10. 2006.

Käthe Wenzel: Fliegende Bauten.
In: berlin art info, September 2006.

Scaturro, Michael: Nothing but Net.
In: The Berlin Paper, 31. August 2006.

Rabensaat, Richard: Ein Netz von der Welt.
In: Neues Deutschland, 14. August 2006.

Wolff, Manfred: Fliegende Bauten landen in der Brunnenstraße.
In: Kunstdunst, 6. August 2006.

Smink, Wim: Internationales Kunstprojekt Het Nieuwe Eemland.
In: De stad Amersfoort, 21. Juni 2006.

The Bio-Blurb-Show.
Interview mit Suzanne Anker auf wps1, dem Sender des PS 1 Museum, New York. 27. Februar 2006.

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Christian Asbach in: vernissage.tv, 06. 10. 2006

Berliner Kunstsalon / Opening Reception

Impressions of the opening of the "Berliner Kunstsalon", September 28, 2006. The Berliner Kunstsalon is an independent, off-mainstream art fair, exhibiting over 200 artists during Berlin's Autumn of the Arts. Princess Hans represents the performing arts at this opening, and the camera spends some time with the photographies of Jan Vanhöfen, Bertram Kober, and Gregor Brandler at the space of "fas" (Fotoakademie Am Schiffbauerdamm, Berlin). Finally we meet Käthe Wenzel, a young object oriented artist who works with sugar, bones, wax, latex and other form(id)able materials. By VTV correspondent Christian Asbach.

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In: berlin art info, September 2006

Käthe Wenzel: Fliegende Bauten

Erfindungen der modernen Gesellschaft, wie Urlaub und Freizeitgestaltung, werden thematisiert. Das Erlernen von Sprachen und bestimmte Verhaltensweisen sind nötig, um alles nach Wunsch verlaufen zu lassen. Mechanismen und Methoden des Reisens und der Unterhaltungsindustrie werden auf eine konzeptuell-plastische Weise verwendet, die sich ironisch mit dem Thema auseinandersetzt.

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In: The Berlin Paper, 31. August 2006

Nothing but Net

von Michael Scaturro

Until 1 September: Net-kit shipped around the world and modified by each recipient hints at humans' role in architecture

The “Flying Buildings” exhibit at "artTransponder" is a 16-piece, string building kit that was shipped around the world six times and modified by each recipient as he or she saw fit (usually with knots). The resulting shape-shifting, soft work would seem to prove the creator Käthe Wenzel's thesis that “most architecture is soft” and that "cities and buildings are shaped by human needs, tastes, and interaction." Closes tomorrow. (tbp, 31 Aug 2006)

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In: Neues Deutschland, 14. August 2006

Ein Netz von der Welt

von Richard Rabensaat

Aus groben Bindfäden geknüpfte Netze hängen von der Decke des Projektraums "Arttransponder". Sie bilden im Raum der Galerie ein Geflecht, das vage an einen unregelmäßigen Raum erinnert. "Fliegende Buaten" ist der Titel einer Installation, mit der die Künstlerin Käthe Wenzel ihr weltweit nomadisierendes Projekt nun in Belrin ausstellt.

Fotos zeigen das titelgebende Netzgebilde auf seinem Weg über Ungarn nach Australien, dann nach Südafrika und schließlich nach Holland und in die Schweiz. Käthe Wenzel hat es mit einem Karton per Post in die Länder an befreundete Künstler verschickt.
Sie zeigt deshalb auch den vielfach abgestempelten Karton, kleine Säckchen, in denen sie die Einzelteile des Netzes aufbewahrt, und ein Heft, das wie ein Tagebuch die Gedanken der ausführenden Künstler festhält. Vor Ort haben diese das Netz dann zu immer neuen, zu immer verschiedenen Formen zusammengesetzt.
"Mich interessiert die Prozesshaftigkeit des Bauens," erklärt die Künstlerin ihre Aktion. Architektur beschränke sich ja nicht auf die sture Ausführung eines Bauplanes, sondern sei ein Prozess, an dem letztendlich viele beteiligt seien. "Offensichtlich ist natürlich die Metaphorik des Netzes als Verbildlichung von sozialen Verknüpfungen und Beziehungen, die auch immer mit dem Bauen einhergehen," erläutert Wenzel. So solle auch Kunst entstehen, in einem "partitipatorischen Prozess", der das Kunstwerk nicht auf einen Sockel hebe, sondern es als lebendigen, sich verändernden Teil urbaner oder ländlicher Architektur begreife.

Tatsächlich entfalten die Netze, aufgehängt in einer schweizerischen Alpen-Blumenwiese oder an einer australischen Küste, jeweils ein ganz eigenes Leben. In der Schweiz haben die Baukünstler erst gar nicht versucht, zu der überwältigenden dreidiemnsionalen kulisse der Berge einen an sich ja möglichen filigranen Kontrapunkt zu setzen. Sie spannten das Kästchengewebe in Form von Korridoren.
Den Australiern dagegen bot das Knüpfwerk einen willkommenen Anlass, über die Geschichte ihres Kontinents zu reflektieren. "Die Bilder von deiner Arbeit, die zwischen Bäumen hängt, australischen Eukalyptusbäumen, sind so australisch wie nur was. Die Geschichte dieses Landes ist voller Mythen von Reisenden, Busch-Rangern, Aborigines und Tieren, die unter Eukalyptusbäumen schlafen, spielen, Rast machen und leben," schrieb Lee Salomone aus Adelaide an Käthe Wenzel.

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In: Kunstdunst, 6. August 2006

Fliegende Bauten landen in der Brunnenstraße

von Manfred Wolff

Berlin, die Stadt, die nie ist und immerzu wird und dabei immer neue Inseln von Stilen gebiert, ohne je ein einheitliches Gesicht zu gewinnen, ist der ideale Ort des Abschlusses für das partizipatorische Kunstprojekt "Fliegende Bauten - Flying Buildings" von Käthe Wenzel. Hier wird heute abgerissen, was gestern scheinbar für die Ewigkeit gebaut wurde, morgen umgebaut und ergänzt, was heute als zeitlos schön gilt.

Netze der Erinnerung
Käthe Wenzel stellt die Architektur auf den Prüfstand: Ist sie ein Prozess des Werdens, der irgendwann in Starre verfällt oder muss man sie als einen Prozess der fortwährenden Veränderung verstehen, in dem mit immer neuen Beteiligten immer wieder neue Formen, Lösungen, Entwicklungen entstehen? Ihre Methode: sie knüpfte 15 Netze unterschiedlicher Größe aus Paketschnur und schickte diese, in kleinen Segeltuchtaschen, an Freunde und Kollegen in verschiedenen Ländern mit der Einladung, daraus einen Bau zu errichten und den Bauvorgang und das vorläufige Ergebnis zu dokumentieren. So entstand ein kollektives Kunstwerk, das allein in der Erinnerung lebt, denn selbstverständlich wurden die Netze wieder eingepackt und an den nächsten Empfänger gesandt, der nun seinerseits an Ort und Stelle entscheiden musste, was er wie damit macht.

Meditativer Raum im Raum
Fliegende Bauten gab es so in Ungarn und in Holland, in der Schweiz, in Australien und Südafrika. Als Abschluss des Projekts zeigt Käthe Wenzel nun eine letzte Realisierung ihrer Arbeit im Projektraum arttransponder in Berlin. Während die vorauf gegangenen Projekte open air abliefen, ist nun ein meditativer Raum im Raum entstanden - eine weitere Alternative zu den Möglichkeiten des Projekts. Ergänzt wird dieser Bau durch Fotos, die bei den anderen Bauten entstanden. Ich hatte einfach Kunstwerke satt, die sich auf ihren Sockel zurücklehnen und sagen: "Sieh mich an, vielleicht erzähl ich Dir was über die Welt - wenn ich Lust habe", und der Künstler steht daneben wie jemand mit einer Standleitung zu Gott. Schließlich ist die Welt etwas, was grundsätzlich kollektiv produziert wird, über die Grenzen der Individuen, der Zeit und der Geographie hinweg, erklärt die 1972 in Aachen geborene Wahlberlinerin.

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In: De stad Amersfoort, 21. Juni 2006

Internationales Kunstprojekt Het Nieuwe Eemland

von Wim Smink

AMERSFOORT - Studenten aus Amersfoort und ihre Dozentin von Het Nieuwe Eemland (HNE) nehmen teil an einem internationalen Kunstprojekt, den "Fliegenden Bauten - Flying Buildings". Ein Paket mit Netzen, zwei Logbüchern mit Skizzen und Fotos geht um die Welt, in sechs Ländern wird ein "Fliegendes Gebäude" errichtet. Das Projekt ist eine Initiative der Berliner Künstlerin Käthe Wenzel. Das Projekt ist im März dieses Jahres gestartet und dauert bis August. Das Paket mit den Materialien war im kalten Budapest, im bunten Adelaide und im sonnigen Kapstadt. Jetzt ist es - mit etwas Sand aus Süd-Afrika - in Amersfoort beim HNE angekommen, mitten im Grünen. Die Reise soll dann nach Bern und Berlin weitergehen, wo eine Abschluss-Ausstellung mit Fotografien von allen Stationen stattfindet. Außer dem Gebäude gibt es also eine Foto-Reportage von den in jedem Land kreierten Kunstobjekten, ausgehend von demselben Basismaterial, dazu die Logbücher und der Werkprozess aus jedem Land.

Am Montag ist bei Het Nieuwe Eemland (HNE) einen Tag lang an einem Bau aus Netzen und Zubehör gearbeitet worden, die auch in den Niederlanden die Basis für das Kunstwerk bilden, das im Rahmen des internationalen Projektes "Flying Buildings" entsteht. Zeichenlehrerin Lotte van Sonsbeek - 29 Jahre alt und selbst eine gestandene Künstlerin - holte das Projket zur HNE. Käthe Wenzel kennt sie von der erfolgreichen Ausstellung "3 x 3 is more than 9" von der Stiftung "Jonge Kunst" im Amersfoorter "Observant" vorletztes Jahr. Davor hat Wenzel in Amersfoort im Lokaal 4 ausgestellt, auch nahm sie an der Ausstellung in Babel teil.
Weiterhin scheint es Lotte, nach eigener Aussage: "Eine nette Reihe: Amersfoort in einer Linie mit Weltstädten wie Budapest, Kapstadt, Adelaide und Berlin. Wir sehen auf der Weltkarte ziemlich gut aus," stellt sie beinahe rhetorisch fest.

"Das Verbindungsglied in dem Projekt ist nur das Ausgangsmaterial. Nicht mehr als ein Paket mit Netzen aus Paketschnur," sagt Ron Jagers, der aufgrund seiner Bekanntschaft mit Käthe Wenzel aus dem Lokaal 4 das Projekt mit Interesse verfolgt. Er ist sehr gespannt auf die Endausstellung in Berlin. "Dann sind die Unterschiede zwischen den Ländern gut zu sehen und das stelle ich mir faszinierend vor," fügt er hinzu.
Für Lotte van Sonsbeek ist das Projekt eine willkommene Ergänzung zum Lehrprogramm. "Schüler und Schülerinnen der Unterstufe haben für das Projekt prächtige bunte Vögel gemacht, die im Netz herumfliegen. So behandeln wir das Thema "Fliegende Bauten" mit einem Augenzwinkern, als Bezug auf die Flugreise um die Welt, die dem Projekt zugrunde liegt." Drei Schülerinnen und Schüler der Oberstufe haben - zusammen mit van Sonsbeek und Praktikantin Brechtje Schoonheijm - die Idee gestaltet. Maud Homan (17), Rien Schuurmans (17) und Marieke Reijneker (16) haben eine Art Wigwam oder Tipi gebaut, mit Bambusstäben als Tragegerüst unter den Netzen.,,so konnten wir zeigen, wie die Vögel den Luftraum, dann aber in unsere Netze geraten. Das ist doch auch eine schöne Verbindung zum Thema Fliegen", stellen sie zufrieden fest.

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wps1: The Bio-Blurb Show, Edition #14. First broadcast February 27, 2006

The Missing Link - Transitional Forms in Art and Biomedicine

Interview mit Suzanne Anker

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